Förderung -
Inklusion
Unsere Aufgabe
Alle Kinder sollen in einer Klasse gemeinsam lernen. Bei dieser Aufgabe unterstützen wir die Klassenlehrerinnen und -lehrer durch:
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Team-Teaching
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kooperative Förderplanung
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Unterstützung bei organisatorischen Aufgaben
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Elterngespräche
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gemeinsames Erstellen von Leistungsnachweisen
Zur Arbeit mit Kindern mit den sonderpädagogischen Förderbedarfen Lernen, geistige Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache, Sehen und Hören nutzen wir:
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Wochenpläne
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Verstärkerpläne
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Lernspiele
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Einzelförderung
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Arbeiten in Kleingruppen
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gemeinsames Lernen in der Klasse
Förderraum
Der Förderraum von Frau Bäsken ist das Aquarium oder die Walklasse.
Dort lernen die Kinder mit dem Wal Wanda.





Das Jahr in der Walklasse beginnt mit einem Ferien-Rückblick:

Projekte
Hier gibt es einen Einblick in unsere Projekte im Förderunterricht. Dabei spielt eine lebenspraktische und motivierende Förderung eine große Rolle.
So sind wir mit unseren Schüler*innen mit einem Kamishibai-Erzähltheater durch den Zoo gereist. Dort sind uns Löwen, Eisbären, Seehunde und Pinguine begegnet. Ganz nebenbei haben die Kinder die Tier-Gebärden gelernt und zugleich den richtigen Umgang mit kreativen Materialien: Sie haben mit Acrylfarbe und verschiedenen Pinseln Pappteller und einen Eisbär-Topf bemalt und mit einer Gabel eine Löwenmähne erstellt.
Hier sind die schönen Endprodukte zu sehen:




Nicht umsonst hat der Eisbär Kresse-Haare: So haben die Kinder gelernt, wie aus Samen Kresse wird. Und hier zeigt sich, wie lebenspraktisch die Schüler*innen mit uns lernen. Die Kresse haben wir weiterverarbeitet, Butter selbst hergestellt und beides zusammen auf Brot probiert und genossen. Hier sind Eindrücke unseres Butter-Projekts, bei dem jedes Kind die Möglichkeit hatte, mithilfe einer Bildanleitung selbst eigene Butter herzustellen:



Auch unser Schuhe-binden-Projekt fokussiert die Förderung lebensbedeutsamer Kompetenzen: So unterstützen und befähigen wir unsere Schüler*innen durch den Erwerb alltäglich relevanter Fertigkeiten, so selbständig und eigenverantwortlich wie möglich ihren Alltag zu bestreiten.
Das Projekt wurde durch kleinschrittige Stationen mit den Kindern erarbeitet: Über "Schlangen verknoten", Knoten und Binden mithilfe von Eierkartons bis hin zum Selbstbinden am selbst hergestellten Modellschuhkarton konnten die Kinder den Prozess des Schuhebindens schrittweise verinnerlichen:



Anybook Reader
Der Anybook Reader dient in unserem Förderkonzept als Medium zur Lernunterstützung und Sprachförderung. Er kann im Förderunterricht in allen Phasen des Erwerbs von Sprech- und Sprachfertigkeiten eingesetzt werden. Mithilfe des Sprachausgabegeräts in Stiftform können Arbeitsblätter, Wochenpläne, Objekte und Buchseiten vertont werden. Die ausgewählten Lehrmaterialien werden mit Stickern bestückt und mit einem gewünschten Wort oder Text versehen. Berührt man den Sticker mit dem Stift, erfolgt die Wiedergabe der entsprechenden Sprachaufnahme.
Der Anybook Reader bietet unseren Schüler*innen einen motivierenden Zugang zu verschiedenen Lerninhalten. Besonders für Kinder mit Problemen im sprachlichen Bereich dient das Medium als Unterstützung im Bereich der Aussprache und des Lesens. Damit ist es möglich, einen individuellen und spielerischen Zugang im Bereich der Sprache für die Förderkinder zu schaffen. Zugleich wird das selbständige Lernen gefördert.
Hier ist eine kleine Auswahl an Fotos von Materialien und konkreten Einsätzen des Anybook Readers für einen Einblick in unsere Arbeit:



Einem Großbuchstaben den passenden Kleinbuchstaben zuordnen? Das ist mit dem Anybook Reader gleich viel spannender. Auf der Vorderseite sind die Buchstaben und auf der Rückseite der Laut zur Selbstkontrolle.



Hier haben wir die Texte eines Heftes des Sternchen-Verlags auf den Anybook Reader gesprochen. Damit können sich auch Leseanfänger*innen die komplexen Texte erschließen und Fragen zum Text beantworten. So kann Sachunterricht an unserer Grundschule aussehen.

Mit der Eule Finja vom Worksheet Crafter und dem Anybook Reader können die Kinder auch selbständig Diktate schreiben. Auf den Stift sprechen wir die Wörter zum Bild auf der Vorderseite und auf der Rückseite finden die Kinder das Lernwort zur Selbstkontrolle.
Prem-Methode
Das Beherrschen einer Lesekompetenz ist für das Leben aller Schüler*innen essenziell. Lesen ist für ihr soziales Leben relevant und eröffnet ihnen die Welt des Geschriebenen. Des Weiteren ist die Lesefähigkeit fundamental, um einen Zugang zu Bildung und einen Wissenszuwachs zu erlangen.
Das Thema Lesenlernen wird demnach in unserem Förderkonzept besonders fokussiert. Die Anbahnung des Lesenlernens geschieht im Förderunterricht nach der Leselernmethode nach Hiltraud Prem, die auch Prem-Methode genannt wird.
Wir haben uns für diese Methode entschieden, da für unsere Förderkinder wiederkehrende Elemente und Strukturen im Unterricht enorm wichtig sind. Der Leselernprozess der Prem-Methode ist durch eine hohe Rhythmisierung und Ritualisierung geprägt. Die Lesewörter beschränken sich zunächst auf Namen- bzw. Ganzwörter und werden kontinuierlich durch ständige Wiederholungen und gleiche Arbeitstechniken erarbeitet.
Der Orientierungsrahmen der Leselernmethode basiert auf 14 Leseschritten. Die Schüler*innen werden mit einem (Wörter-)Heft und einer Lese-Magnetbox ausgestattet. Die Lese- bzw. Arbeitsschritte beinhalten zum Beispiel: große und kleine Bild/Wortkarten, Schreiben des Wortes an der Tafel und in die Luft, Schreiben auf ein großes Blatt, Buchstabensetzkarten an der Tafel, Arbeiten mit der Lese-Magnetbox, Schreiben an der Tafel in die Zeile, Schreiben im Heft in die Zeile, Absetzen und Abbauen der Buchstabensetz- bzw. Magnetkarten, Schreiben in Druckschrift.
Es folgen Fotos von Materialien, mit denen wir die Prem-Methode umsetzen: Alle Prem-Wörter befinden sich an unserer Förderraum-Tür. So können die Kinder selbständig mit dem Wortmaterial arbeiten. Beispielhaft sind hier auch ein Hefteintrag und eine Magnetbox samt Arbeitsblatt zum Einsatz bei einem Förderbedarf im Bereich Visuomotorik abgebildet.




Hier sind außerdem Materialien zum Lernen der Prem-Wörter als Ganzwörter bzw. Wortbilder zu sehen, zur Förderung des silbenbasierten Lesens oder der Synthese der Buchstaben zu einem Wort, wobei das Scaffolding-Prinzip genutzt wird.




Strukturen und Rituale
Unser Förderunterricht bietet den Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf Förder- und Unterstützungsmaßnahmen. Wiederkehrende Rituale und feste Strukturen sind unabdingbar für ein produktives Arbeitsklima. Besonders für unsere Förderkinder sind eine strukturierte Arbeitsumgebung und ritualisierte Arbeitsprozesse relevant. Sie bieten ihnen Halt und Sicherheit und dienen als Orientierungshilfen. Dadurch können die Kinder auf das Unterrichtsgeschehen fokussieren und der Lernerfolg wird gefördert. Nachfolgend sind exemplarisch unsere allgemeinen Strukturen und Rituale aufgeführt:
Individueller und visualisierter Tagesablauf
In Anlehnung an den TEACCH-Ansatz erhalten unsere Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung und die Kinder mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung einen individuellen und visualisierten Tagesablauf am Tisch. Für diese Lerngruppe sind Visualisierungen häufig eindeutiger als sprachliche Informationen. Die strukturierten Hilfen unterstützen die Kinder dabei, Bedeutungen und Zusammenhänge besser zu verstehen, und bieten ihnen Sicherheit. Dadurch können sie sich auf das Unterrichtsgeschehen einstellen, Lerninhalte fokussieren und ihre Selbständigkeit fördern.
Tagestransparenzkarten
Die Tagestransparenzkarten schaffen Struktur und veranschaulichen mithilfe des roten Pfeils, an welcher Stelle des Schulalltags wir uns befinden. Die Karten werde vor Unterrichtsbeginn von der Lehrkraft an der Tafel angebracht und gemeinsam mit der Lerngruppe besprochen.
Zeitliche Struktur
In unserem Förderunterricht finden sowohl der große Time Timer als auch kleine Sanduhren an den Tischen der Schüler*innen Anwendung. Beide Hilfsmittel machen den Kindern die Zeiteinheiten und -grenzen nachvollziehbar. Des Weiteren dienen sie als optische Anker, fördern die Selbstorganisation und steigern das konzentrierte Arbeiten.
Individuelle Wochenplanvorlagen und Mappensysteme
In den bunten Mappen befinden sich die Arbeitsmaterialien und Wochenpläne der Schüler*innen. Mithilfe der Postmappe erleichtern wir den Kindern das Organisieren und Erledigen der Hausaufgaben. Die Systeme variieren je nach Förderbedarf:
Erzählstein und Gefühlsuhr
Zu Unterrichtsbeginn, nach jeder Pause und kurz vor Schulschluss interessiert uns Lehrerinnen: Wie fühlen sich unsere Schüler*innen? Um über Gefühle und Erlebnisse zu berichten, können unsere Förderkinder auf den Erzählstein und die Gefühlsuhr zurückgreifen.
Klangschale
Als Ritual zur akustischen Unterstützung nutzen wir im Förderunterricht auch die Klangschale, die als Ruhesignal dient. Sollten die Kinder während des Unterrichts unaufmerksam und unruhig werden, wird die Klangschale von der Lehrkraft bedient, um die Schüler*innen zur Ruhe zu bringen.









